Erfahrungen mit Praktikawelten von Christine – Freiwilligenarbeit in Ghana
Christine F. hat zwei Monate Freiwilligenarbeit im Sozialwesen in Ghana geleistet. Hier ist ihr Erfahrungsbericht:
„Mit diesem Auslandsaufenthalt wollte ich eine andere Welt kennenlernen und es war echt super, genau nach meinen Vorstellungen. Ich habe mit kleinen Kindern gearbeitet, also genau das, was ich wollte. Konnte in ihren Alltag eintauchen, als wäre ich einer von Ihnen. Die Kinder zeigten mir, was wirkliches Glück bedeutet und wie man sich mit kleinen Dingen im Leben zufrieden gibt. Genau das, was ich lernen wollte für mein weiteres Leben.
Praktikawelten war bei Fragen und Problemen immer sehr gut zu erreichen und die Koordinatoren vor Ort waren da und haben sich um einen gekümmert!
Mein Arbeitstag sah oft ähnlich aus. Ich stand um halb 7 auf. Fuhr um 8 mit dem Tro Tro zur Arbeit, wo ich dann um 9 ankam. Von 9 bis 10 begann die erster Unterrichtsstunde. In der wurde mal das Alphabet gelernt, mal Rechenaufgaben gelöst, oder einfach nur das Gedächtnis mit Gesang trainiert. Von 10 bis 11 war große Pause. In der Pause spielte ich mit den Kindern Gesangsspiele, Fußball oder unterhielt mich einfach nur mit Ihnen.
Von 11 bis 12 gab es die 2. Unterrichtsstunde, wo meistens Englisch geübt wurde. Um 12 habe ich mit den anderen Freiwilligen Essen bekommen, die Kinder haben in der Zeit die Hausaufgaben von der Tafel abgeschrieben. Um halb 1 haben sie dann selber gegessen. Danach folgte wieder eine Pause. Um 1 Uhr war mein Arbeitstag dann zu Ende.
Jeden Abend saßen wir im Haus zusammen und haben geredet, gelacht und getrommelt. Wir waren auf vielen Beach Partys (auch unter der Woche). Am Wochenende bin ich durch das ganze Land gereist oder habe mich am Strand entspannt - meistens aber auch beides zusammen.
Langweilig oder Einsam war ich nie!
Ich hab sehr viele Erfahrungen machen können. Sehr schöne, aber auch Emotional bedrückende. Schöne Erfahrungen waren die strahlenden Kinderaugen, die mich jeden Tag begleiteten. Oder auch die Offenheit, die sie mir entgegen brachten. Aber bedrückend war auch zu sehen, wie die Kinder von den Lehrern jeden Tag mit einem Bambusstock geschlagen wurden.
Meine Erfahrungen mit den Einheimischen waren sonst sehr gut. Ich habe sogar Einheimische Freunde gefunden. Die Menschen dort sind offen, liebherzig und sehr hilfsbereit. Aber teilweise war der Umgang auch anstrengend, weil man permanent angestarrt, angesprochen und auch sehr oft angebettelt wurde (dies ist natürlich verständlich).
Was war der lustigste/schönste Moment Deines Aufenthalts? (können auch mehrere gewesen sein!)
Es war einer der besten Entscheidungen, die ich in meinem Leben getroffen habe. Und ich werde auf jeden Fall nochmal in dieses Land reisen! Jeder Tag und Jeder Moment war besonders, aber am meisten hab ich die Momente genossen, bei denen ich z.B. morgens in die Strahlenden Kinderaugen geguckt hab, den Mont Gemi bezwungen hab und mit einem netten Jungen Mann am Strand unter Palmen und Sternen getanzt hab.
Mein Tipp an zukünftige Freiwillige: Seid einfach offen für Alles und genießt das Land!“
Wir freuen uns auch auf deinen Bericht – einfach per Email an info@freiwilligenarbeit-in-afrika.de senden!
