Erfahrungen mit Praktikawelten von Christine – Freiwilligenarbeit in Ghana

Posted on Mai 18th, 2010 in Erfahrungsberichte by Julia

Christine F. hat zwei Monate Freiwilligenarbeit im Sozialwesen in Ghana geleistet. Hier ist ihr Erfahrungsbericht:

„Mit diesem Auslandsaufenthalt wollte ich eine andere Welt kennenlernen und es war echt super, genau nach meinen Vorstellungen. Ich habe mit kleinen Kindern gearbeitet, also genau das, was ich wollte. Konnte in ihren Alltag eintauchen, als wäre ich einer von Ihnen. Die Kinder zeigten mir, was wirkliches Glück bedeutet und wie man sich mit kleinen Dingen im Leben zufrieden gibt. Genau das, was ich lernen wollte für mein weiteres Leben.

Praktikawelten war bei Fragen und Problemen immer sehr gut zu erreichen und die Koordinatoren vor Ort waren da und haben sich um einen gekümmert!

Mein Arbeitstag sah oft ähnlich aus. Ich stand um halb 7 auf. Fuhr um 8 mit dem Tro Tro zur Arbeit, wo ich dann um 9 ankam. Von 9 bis 10 begann die erster Unterrichtsstunde. In der wurde mal das Alphabet gelernt, mal Rechenaufgaben gelöst, oder einfach nur das Gedächtnis mit Gesang trainiert. Von 10 bis 11 war große Pause. In der Pause spielte ich mit den Kindern Gesangsspiele, Fußball oder unterhielt mich einfach nur mit Ihnen.

Von 11 bis 12 gab es die 2. Unterrichtsstunde, wo meistens Englisch geübt wurde. Um 12 habe ich mit den anderen Freiwilligen Essen bekommen, die Kinder haben in der Zeit die Hausaufgaben von der Tafel abgeschrieben. Um halb 1 haben sie dann selber gegessen. Danach folgte wieder eine Pause. Um 1 Uhr war mein Arbeitstag dann zu Ende.

Jeden Abend saßen wir im Haus zusammen und haben geredet, gelacht und getrommelt. Wir waren auf vielen Beach Partys (auch unter der Woche). Am Wochenende bin ich durch das ganze Land gereist oder habe mich am Strand entspannt - meistens aber auch beides zusammen.

Langweilig oder Einsam war ich nie!

Ich hab sehr viele Erfahrungen machen können. Sehr schöne, aber auch Emotional bedrückende. Schöne Erfahrungen waren die strahlenden Kinderaugen, die mich jeden Tag begleiteten. Oder auch die Offenheit, die sie mir entgegen brachten. Aber bedrückend war auch zu sehen, wie die Kinder von den Lehrern jeden Tag mit einem Bambusstock geschlagen wurden.

Meine Erfahrungen mit den Einheimischen waren sonst sehr gut. Ich habe sogar Einheimische Freunde gefunden. Die Menschen dort sind offen, liebherzig und sehr hilfsbereit. Aber teilweise war der Umgang auch anstrengend, weil man permanent angestarrt, angesprochen und auch sehr oft angebettelt wurde (dies ist natürlich verständlich).

Was war der lustigste/schönste Moment Deines Aufenthalts? (können auch mehrere gewesen sein!)

Es war einer der besten Entscheidungen, die ich in meinem Leben getroffen habe. Und ich werde auf jeden Fall nochmal in dieses Land reisen! Jeder Tag und Jeder Moment war besonders, aber am meisten hab ich die Momente genossen, bei denen ich z.B. morgens in die Strahlenden Kinderaugen geguckt hab, den Mont Gemi bezwungen hab und mit einem netten Jungen Mann am Strand unter Palmen und Sternen getanzt hab.

Mein Tipp an zukünftige Freiwillige: Seid einfach offen für Alles und genießt das Land!“

Wir freuen uns auch auf deinen Bericht – einfach per Email an info@freiwilligenarbeit-in-afrika.de senden!

Erfahrungen mit Praktikawelten von Raphael – Freiwilligenarbeit im Artenschutz in Südafrika

Posted on Mai 18th, 2010 in Erfahrungsberichte by Julia

Raphael M. hat einen Monat Freiwilligenarbeit im Bereich Artenschutz im Krüger Nationalpark in Südafrika geleistet. Hier ist sein Erfahrungsbericht:

“Vor meiner Reise hab ich erwartet während meines Aufenthalts viele Tiere in freier Wildbahn zu sehen und mit der Natur und den Menschen von Südafrika in Kontakt zu kommen. Das Projekt war genau nach meinen Vorstellungen.

Wir haben sehr viele Tiere gesehen und auch einiges über ihr Verhalten gelernt. Auch die Arbeiten (Insekten einsammeln, Straßen reparieren, Bäume von der Straße räumen) waren sehr spannend und haben Spaß gemacht.

Ich hab die Erfahrung gemacht, dass in Afrika alles ein wenig anders läuft als in Europa und man genug Geduld mitnehmen sollte. Was es bedeutet, komplett in der Natur zu sein ohne, Handyempfang und Strom. Dass wir bei weitem nicht zwingend am oberen Ende der Nahrungskette stehen. Dies wird einem klar, wenn man einen Löwen 5 Meter vom Auto entfernt hat und er einem in die Augen schaut…

Am lustigsten war die Begegnung mit einem kleinen Elefanten, der sich mit unserem LandRover anlegen wollte und sich bis auf wenige Meter an unser Auto herantraute.

So sah mein typischer Tagesablauf aus:

04:00 Aufstehen, duschen

05:00 Abfahr zu den Insektenfallen, Insekten aus den Fallen einsammeln, fotogarfieren, vermessen, bei Gelegenheit Tieren beobachten.

09:00 Rückkehr ins Camp, Frühstück, Insekten bestimmen 12:00 Mittagessen 14:00 Drive, Bäume von der Straße räumen, Büsche zurückschneiden, Tieren beobachten 16:00 Rückkehr ins Camp 17:30 Nightdrive, Tiere beobachten 19:00 Nachtessen 21:00 Schlafen gehen

Da wir uns in einem Camp in der Wildnis aufgehalten haben, gab es relativ wenig Möglichkeiten für anderweitige Aktivitäten in der Freizeit. Manchmal konnten wir zu einer benachbarten Lodge an den Pool fahren. Im Camp haben wir am Abend oft Kartenspiele gespielt oder uns Fotos vom Tag angeschaut.

Was die Betreuung anbelangt kann ich sagen, dass das Praktikawelten-Team mir die Unterlagen nach meiner Anmeldung echt schnell zugestellt hat und auf Emails immer rasch geantwortet hat. Die Leute vom Team vor Ort standen bei Fragen immer zur Verfügung und haben sich um unsere Anliegen gekümmert.

Es war definitiv eine gute Entscheidung einen Auslandsaufenthalt zu machen. Es

gibt einem die Möglichkeit, gewissen Dinge einmal aus einem ganz anderen

Blickwinkel zu sehen.

Hier noch ein paar Tipps:

- Nehmt während der Regenzeit unbedingt eine Regenhose und eine gute

Regenjacke mit!

- Auch wenn Sommer ist kann es sehr kalt werden. Ein guter Pullover ist ein Muss.”

Wir freuen uns auch auf deinen Bericht – einfach per Email an info@freiwilligenarbeit-in-afrika.de senden!

Erfahrungen mit Praktikawelten von Julia – Freiwilligenarbeit in Ghana

Posted on Mai 18th, 2010 in Erfahrungsberichte by Julia

Julia K. hat einen Monat Freiwilligenarbeit in Ghana geleistet. Hier ist ihr Erfahrungsbericht:

„Vor meinem Abflug hatte ich mir vorgenommen offen zu sein und nicht zu viel zu erwarten um nicht enttäuscht zu sein.

Der Aufenthalt war sehr schön, aber anders, als ich dachte. Ich bin mit keiner großartigen Erwartung in das Projekt gegangen, war aber überrascht wie gleichgültig den Betreuerinnen die Kinder waren. Dies hat mich enttäuscht. Gleichzeitig fand ich es eine unglaubliche Erfahrung zu sehen wie begeistert die Kinder bei der Sache waren und wie sie sich über uns gefreut haben und wie offen sie uns gegenüber waren.

Mein Tag begann früh um 7 Uhr aufstehen, um 8 Uhr ging es ins Projekt. Gegen 9.30 waren ich und eine weitere Freiwillige im Projekt, der Verkehr morgens war wirklich extrem. Bis zum Mittagessen der Kinder haben wir gespielt, gerechnet und uns einfach mit ihnen beschäftigt. Um die Mittagszeit war uns Tag im Projekt vorbei und wir fuhren ins Haus zurück. Von dort haben wir uns dann am Nachmittag auf den Weg gemacht, Accra zu erkunden. In meiner Freizeit sind wir gereist und haben Ghana auf eigene Faust entdeckt.

Die Erfahrungen die ich im Zusammenleben mit den Einheimischen gemacht habe sind, dass man offen sein muss. Sie waren sehr freundlich und haben sich sehr gefreut, wenn man auf sie zu gegangen ist.

Ein schöner Augenblick war im Projekt, als die Kinder nach dem Wochenende auf mich zu gelaufen kamen und sich so gefreut haben, dass ich wieder da bin.

Ein weiterer schöner Augenblick war, als ich mit anderen Freiwilligen auf einem Fischerboot über den Voltasee fuhr. Die Natur war unglaublich schön.

Die Informationen und Organisation von Praktikawelten fand ich gut. Besonders gefallen hat mir das Praktikawelten mit geholfen hat einen Flug zu finden.

Die Koordinatoren vom Team vor Ort waren jederzeit zu erreichen und haben sich sofort um unsere Probleme gekümmert.

Ich habe während meiner Zeit in Ghana, die Erfahrung gemacht, dass es nicht wichtig ist wie viel Geld man hat und wo man lebt. Es ist viel entscheidender den Tag zu nutzen und glücklich zu sein.

Ich muss sagen, dass die Entscheidung nach Ghana zu fahren die Richtige war. Die Zeit dort war die Beste die ich jemals hatte. Die Erfahrungen die ich dort gemacht habe werden mich immer begleiten und haben mich nach meinem Empfinden weiter gebracht.

Ich hoffe, dass ich mit den Menschen die ich dort getroffen habe in Kontakt bleibe.

Mein Tipp ist seit offen und geht ohne große Erwartungen nach Accra. Lernt die Menschen kennen und reist durch das Land. Genießt jeden Tag dort.“